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Monheimer Bürgerschießen

 

 

 

Das Monheimer Bürgerschießen

Gute Bürgerwehren waren ganz im Sinne der damaligen Fürsten und sie sahen es nicht ungern, wenn sich ihre Schützen auch noch nach dem Dienste zu freien Wettschiessen arrangierten. Sie munterten geradezu ihre bewehrten Städte auf, eigenen Schützenfeste zu halten, was vielerorts freudiges Echo fand. So nahmen beispielsweise 1586 am „Straubinger Schießen“ nicht weniger als 60 Städte aus allen deutschen Gauen teil; darunter waren auch Ingolstadt, Eichstätt, Neuburg, Donauwörth und Nördlingen, aber kein Monheim.

Und das nicht ohne Grund: Solche großartigen Schützenfeste waren für die Veranstalter und viele Teilnehmer mit erheblichen Unkosten verbunden und daher für die Monheimer von Desinteresse. Den besten Schützen winkten damals je nach Vermögen der gastgebenden Stadt schöne Preise: Ein Ross, ein Ochse, ein Schwein oder auch nur eine Gans. Später ging das Wettschiessen nur noch um edle Pokale, Schützenbecher und schließlich auch um Geldwerte.

Der Churfürst zu Neuburg aber wollte seine getreuen Schützen zu Monheim nicht ganz leer ausgehen lassen. Er förderte ihren Zusammenschluss zur Schützengilde und gab zu den 9 Gulden der Stadt jedem Schützen noch extra 18 Gulden jährlich.

Beim internen Monheimer Bürgerschiessen galt es den „Vogel“ abzuschießen oder eine Schützenhose zu gewinnen. Der Gewinner ward dann zum „Monheimer Hosenschützen“ erkoren und durfte für ein Jahr bei allen feierlichen Anlässen die Schützenkette tragen.

Auf der neuen Schießstätte, welche an der heutigen B 2 auf dem Parkplatz vor der alten Turnhalle stand und 1712/22 von 40 eifrigen Bürgerschützen für eine Brotzeit gratis aufgerichtet worden war, schoss man nur mehr mit Feuerwaffen auf mehr oder minder kunstvollen Fest-, Ehren- und sonstig gestifteten Schießscheiben. Die Monheimer Schützenpreise wurden mit der Zeit immer edler, wertvoller und die Monheimer „Edelschmiede“ wetteiferten untereinander in der Herstellung der jährlichen Siegespokale und anderer Siegertrophäen, was schließlich den Landrichter veranlasste, die Monheimer Schützen an die notigen Zeiten zu gemahnen.

 

 

 

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