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Monheims Schießstätten

 

 

 

Auf Monheims historischen Schießstätten

Als nach dem Kriege von 1870/71 unsere Großväter siegreich aus Frankreich heimkehrten, erfasste ganz Deutschland eine Welle der Begeisterung, der sich kaum jemand entziehen konnte. Allerorts entstanden vaterländische Verbände. Die Reservisten gründeten ihren Krieger- und Militärverein, die Sänger hegten und pflegten deutsches Liedergut und die Schützen schossen mit Herz und Hand fürs teure Vaterland. Da durfte natürlich Monheim als Sitz eines kgl. Landgerichtes nicht abseits stehen und wer gar als Bürger und dazu noch Beamter von Monheim etwas auf sich gab, musste mindest einem dieser patriotischen Vereine angehören.

Da waren aber die Monheimer ohne viel Überschwang in punkto Schützenverein ihrer Zeit um etliches voraus; denn sie hatten bis dahin schon derer drei:

Die kgl. privilegierten „Feuerschützen“ der Casinogesellschaft Monheim, die Zimmerstutzengesellschaft zur „Bruck“ und den Burschenschützenverein in der „Krone“.

Die älteste Schießstätte

Als noch in vergangenen Jahrhunderten die Monheimer auf fürstlichen Befehl hin ihre Stadt selbst zu bewachen und verteidigen hatten, mussten sie ihre „Burgerwehr“ auf eigene Kosten ausrüsten und ausbilden. Letzteres geschah auf der oberhalb des Friedhofweihers gelegene Schießstätte, zu der Baumeister Hufnagel das „Glanter“ zu erneuern hatte

Dort schoss man neben der von der Stadt jährlich gestifteten „Schützenscheiben“ bis zum Aufkommen der Feuerwaffen mit leichter bis schweren Armbrust nach dem „Vogel“ auf der Stange.

Bei solchem Vogelschießen ward 1440 zu Nürnberg das Ziel ein buntbemalter Adler aus hartem Holze mit ausgebreiteten Flügeln gewesen. Man hatte ihn in der Reihenfolge - Flügel, Kopf, Schwanz und Rumpf abgeschossen, bis der letzte Teil des Vogels fiel. Für diese Art des Abschießens gab es dementsprechend abgestufte Geldpreise, wobei man noch abgesplitterte Späne nach ihrem Gewichte bewertete. Den Monheimer Schützen aber ward solche Vogelstange von der ansehnliche Höhe von 100 bis 150 Schuh, den Schuh zu 30 cm bemessen doch etwas zu hoch und sie gaben sich auch mit kleineren Verhältnissen mit geringeren Gewinnchancen zufrieden.

 

 

 

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