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Die Monheimer Schützenvereine

 

 

 

Die Monheimer Schützenvereine

Napoleon waren die deutschen Schützengilden ein Dorn im Auge und unterband auch zu Monheim den Verein. Im geheimen aber lebte der Schützengeist weiter. Doch, was der Franzose nicht vermocht hatte, brachte die Neugliederung des geschaffenen Königreiches Bayern fertig. Durch die Schaffung eines Heeres und ihre Ausstattung mit durchschlagenden Waffen, waren die Befestigungen der Städte überflüssig geworden. Vielerorts begann man mit dem Abtragen der Stadtmauern und ihrer Wälle und auch zu Monheim hatte man schon angefangen, den Stadtgraben für Ausbauten und Hausgärten freizugeben.

Zur allgemeinen Verteidigung des Landes aber legte man in bedeutende Orte sogenannte Landwehrkompanien und auch Monheim wurde als Sitz des Landgerichts mit einer solchen beehrt. So eine Hundertschaft brachte natürlich Leben ins Städtchen und sie beherrschte vor allem mit ihren Offizieren und Mannschaften den Schießplatz. Stammlokal der hiesigen Landwehrkompanie war der „Hirschen“, dessen Gastgeber zugleich auch ihr Anführer war.

Die Schützen von der Landwehrkompanie wollten bald unter ihrem Chef David Holzapfel alte Monheimer Schützentradition wieder aufleben lassen und gründeten am 20.06.1858 die Bürgerschützengesellschaft, von der sich nach einem Jahr die jungen Herren trennten. Sie zogen zur „Krone“ und machten dort ihren eigenen „Burschenschützenverein“ auf. Auf das hin erwählte die Bürgerschützengesellschaft den „Bruckwirt“ zu ihrem Vereinslokal und nannte sich künftig die „Bürgerliche Zimmerschützengesellschaft Monheim“.

Zu ihrem 50-jährigen Gründungsjubiläum durfte sie für den 28. und 29. Juni das „Riesgauschießen“ zu Monheim ausrichten. Dazu waren alle Gauschützenvereine und auch die Monheimer Burschenschützen herzlichst geladen. Der Wettergott zeigte sich von seiner besten Seite und so wurde das Jubiläumsschiessen für die Bürgerliche Zimmerschützengesellschaft Monheim und auch für ihre Stadt ein voller Erfolg.

Nach dem feierlichen Festgottesdienst zogen die Schützen in prächtigem Zuge zur Schießstätte, wo sich das Preisschiessen bis abends 6 Uhr hinzog. Während die Büchsen knallten, unterhielten Stadtkapelle und Liederkranz in Schmidtbauers Sommerkeller die Ehrengäste und zahlreichen Monheimer mit flotten Weisen und vaterländischen Liedern. Mit der anschließenden Preisverteilung ging der denkwürdigste Tag für die Zimmerstutzen von Monheim in Harmonie zu Ende. Dann wurde es allmählich still um ihre Gesellschaft, wogegen die Burschenschützen in der „Krone“ auch noch zur Hitlerzeit alten Schützengeist zu bewahren suchten.

 

 

 

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